Wolfgang Ehrenlechner lächelnd

Foto: Jan Kopp

Gute Politik machen

Bewerbung als Bundestagskandidat für den Wahlkreis Traunstein – Berchtesgadener Land

Liebe Freund*innen,

wir brauchen einen politischen Wandel in unserem Land. Eine Politik des „immer weiter so“ kann keine globalen Probleme lösen, vielmehr ist sie das Problem. Die Chance, einen neuen Aufbruch in der Bundespolitik gestalten zu können, ist für uns als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN so groß wie nie zuvor. Mit einer möglichen Regierungsbeteiligung haben wir die Gelegenheit, mit Mut die notwendigen Veränderungen anzupacken. Ich möchte diese Chance nutzen und mit euch gemeinsam voller Leidenschaft eine gute, zukunftsfähige Politik machen und bewerbe mich deshalb als Bundestagskandidat für den Wahlkreis Traunstein.

Gute Politik für junge Menschen

Seit vielen Jahren setze ich mich ehrenamtlich und beruflich in der Jugendverbandsarbeit für eine gute Politik aus der Perspektive junger Menschen ein. Zentral ist dabei die Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft und der Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Als Mitglied des Deutschen Bundestags will ich mich dafür einsetzen, dass die Generationen, die heute politische Entschei-
dungen treffen, jungen Menschen und zukünftigen Generationen einen lebenswerten und intakten Planeten hinterlassen und ihnen so ermöglichen, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Jugendliche haben eine sehr klare politische Meinung. Gerade mit Fridays for Future bringen sie das auch deutlich zum Ausdruck. Damit diese aber auch wirksam in politische Entscheidungen einfließt, ist es unbedingt notwendig, in der nächsten Legislaturperiode das Wahlalter abzusenken. Außerdem brauchen wir in Gesetzgebungsprozessen einen Mechanismus, der zwingend sicherstellt, dass die Interessen nachfolgender Generationen gewahrt bleiben.

Junge Menschen dürfen von unserer Gesellschaft nicht nur als Ressource für den Arbeitsmarkt oder als Ersatz für fehlendes Pflegepersonal gesehen werden. Immer wiederkehrende Debatten um Pflichtdienste sind nicht hilfreich. Vielmehr geht es darum, jungen Menschen ein attraktives Angebot aus Bildung und verschiedenen Formen des freiwilligen Engagements zu machen, um sie dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden. Mit den verschiedenen Freiwilligendiensten gibt es bereits ein gutes Angebot, das die Möglichkeit bietet, sich persönlich zu orientieren, sich weiterzuentwickeln, Einblick in verschiedene Berufsbilder zu gewinnen und sich darüber hinaus für gesellschaftliches Engagement begeistern zu lassen. Ich will mich deshalb dafür einsetzen, dass die Freiwilligendienste ausgebaut und gestärkt werden, damit alle, die einen Freiwilligendienst leisten wollen, auch die Möglichkeit bekommen – dies gilt insbesondere für benachteiligte junge Menschen.

Globale Verantwortung

In einer global vernetzten Welt funktioniert es nicht, politische Debatten aus einer rein nationalen Perspektive zu führen. Das führen uns die globalen Krisen vor Augen, die nicht nur uns Menschen sondern das gesamte Ökosystem unseres Planeten bedrohen. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass es möglich ist,
in sehr kurzer Zeit weitreichende, mit sehr viel Geld hinterlegte Entschei-
dungen zu treffen und sie umzusetzen. Die gleiche Entschlossenheit ist notwendig, um die Klima-Krise in den Griff zu bekommen. Klimafolgen wie zunehmende Extremwetterereignisse, das Abbrechen von Gletschern in den Polarregionen und das Auftauen von Permafrostböden sind untrügliche Zeichen, dass sich das Zeitfenster, indem wir den Klimawandel noch begrenzen können, langsam aber sicher schließt. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, muss die Umsetzung der dafür notwendigen Maßnahmen oberste Priorität bekommen. Dazu gehört, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien deutlich schneller vorangetrieben und der Ausstieg aus der Kohleverstromung spätestens zum Ende dieses Jahrzehnts abgeschlossen werden muss – und nicht erst 2038. Große Aufgaben bleiben noch die Dekarbonisierung der Industrieproduktion, der ökologische Umbau der Landwirtschaft und der Umbau des Verkehrssektors. Besondere Herausforderungen ergeben sich daraus für die ländlichen Räume. Einerseits sind sie besonders von der Klimakrise betroffen, andererseits können sie mit ökologischer Landwirtschaft und der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wäldern einen großen Beitrag leisten, Treibhausgasemissionen zu reduzieren bzw. zu speichern. Das sehe ich als Chance für unsere Heimatregion.

Gesellschaft zusammenhalten

Wir erleben in verschiedenen Zusammenhängen zunehmende Extreme. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, immer mehr Menschen ziehen sich in Blasen zurück, die sie in ihren Extrempositionen bestätigen, nicht mehr fähig, sich an einem offenen Diskurs zu beteiligen. Das ist eine gefährliche Entwicklung, die, wenn sie sich fortsetzt, zur ernsthaften Bedrohung für unsere Demokratie werden kann. Es ist Aufgabe aller daran zu arbeiten, die Risse, die sich durch unsere Gesellschaft ziehen, zu kitten. Wir müssen deshalb dafür sorgen, dass sich alle Menschen in unserem Land ihren Lebensunterhalt leisten und sich darauf verlassen können, dass das auch so bleibt. Dazu kommt, dass sich ebenso alle Menschen in diesem Land dessen gewiss sein können, hier in Sicherheit leben können – egal ob jung, alt, Frau, Mann, queer, mit oder ohne Migrationshintergrund. Nur mit engagiertem Einsatz werden wir uns so unsere offene demokratische Gesellschaft bewahren können.

Dafür will ich mit euch gemeinsam kämpfen. Ich freue mich auf viele Gespräche und Diskussionen mit euch in euren Ortsverbänden und bitte um eure Unterstützung für meine Kandidatur als Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Traunstein.

Herzlichst

Euer Wolfgang

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